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Weekend
GB 2011, Regie: Andrew Haigh, mit: Tom Cullen, Chris New, 96 Min., OmU
Russell lebt allein in Nottingham in einem Plattenbau. Aus seinem Schwulsein macht er kein Geheimnis, er redet aber auch nicht gerne darüber. Seine Familie ist die seines besten Freundes Jamie, mit dem er zusammen in einem Kinderheim aufgewachsen ist. Russell möchte gerne jemanden lieben, einen Mann, mit dem er den Rest seines Lebens teilen kann. Jetzt, um die 30, ist er immer noch auf der Suche nach einer festen Bindung. Eines Abends lernt er den gleich alten Glen kennen. Dieser ist ein fast schon radikal-schwuler Aktivist, der gegen die heterosexuelle Gesellschaft seinen Kleinkrieg führt. Er ist zum Zyniker geworden, nachdem ihn sein langjähriger Lebensgefährte John hat sitzenlassen. Beziehungen kommen für Glen nicht in Frage – eigentlich. Dennoch treffen sich die beiden nach einer gemeinsamen Nacht schon am Nachmittag wieder. Sie reden viel und haben Sex. Doch die Hoffnungen, die große Liebe gefunden zu haben, die bei Russell aufkommen, werden schon bald jäh zerstört: Glen kündigt an, er werde schon am nächsten Tag nach Amerika ziehen, um dort ein Kunststudium zu beginnen – vielleicht für immer. Doch noch liegt die Nacht zum Sonntag vor den beiden jungen Männern, eine Nacht, die in ihrem Leben alles verändern wird…
Mit traumhafter Sicherheit inszeniert Andrew Haigh („Greek Pete“) einen Film über eine schwule Beziehung, „auf den wir immer gewartet haben“ („After Elton“). Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern ist perfekt, „Weekend“ wirkt in seiner Intensität und Freizügigkeit geradezu dokumentarisch. Und die Bildgestaltung, die den Stil des Kult-Fotgrafenpaars Quinnford & Scort aufnimmt, macht die Kamera zum dritten Darsteller, eine Kamera, die uns zwei Männer in der intensivsten Phase ihres Lebens so nahe bringt wie es selten in einem Film geschieht.
(Pressetext GM-Films)
Zu sehen an folgenden Terminen im CITY 46 (Birkenstraße 1, 28195 Bremen):