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»queerfilm Bremen«...

Ausgehend von einer Idee, ein paar Filme begleitend zum lesbisch schwulen "Herbsterwachen ´94" zu zeigen, entstand das queerfilm festival Bremen, das seitdem jährlich im Herbst mit einem sechstägigen Programm im Kommunalkino Bremen (Kino 46) stattfindet. Seit seiner Entstehung hat sich das Festival zu einer festen Größe in der schwul-lesbischen Festivalszene entwickelt und ist Mitglied von QueerScope, dem unabhängigen Verbund deutscher, schwul-lesbischer Festivals.

Sechs Tage lang präsentiert das Festival eine unterhaltsame Mischung aus Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Kurzfilmen. Aus den neuen Jahresproduktionen wählt ein Programmausschuss interessante und anspruchsvolle Filme aus, die als Bremer Erstaufführungen (und häufig in Originalfassung) gezeigt werden. Zu den Filmvorführungen werden Gespräche mit RegisseurInnen angeboten, darüber hinaus gibt es ein vielfältiges Rahmenprogramm. "DAS Schwul-lesbische Filmfest in Bremen" (RosigeZeiten 2000)

Seinen kulturellen Auftrag versteht das Festival darin, alternative Lebensweisen - insbesondere im schwul-lesbisch-transgender Kontext - über das Medium Film darzustellen. Das Programm des queerfilm festival Bremen hat sich in seiner über 15-jährigen Tradition immer konzeptionell und inhaltlich von den am Ort vorhandenen gewerblichen Kinobetrieben abgesetzt. Zumeist sind dies Filme, für die in Deutschland keine Verleihrechte verfügbar sind, da es sich um neuere Produktionen handelt oder sie für eine kommerzielle Auswertung auf dem deutschen Markt nicht interessant zu sein scheinen. Dadurch handelt es sich zum überwiegenden Teil um deutsche oder regionale Erstaufführungen und Filme in originalen bzw. untertitelten Fassungen. Das queerfilm festival Bremen erhält seinen Festivalcharakter, indem es Filme nur ein- bis maximal zweimal zeigt. Durch die fokussierte Art der Präsentation von Filmen aus dem schwul-lesbisch-gendertheoretischen Kontext in Verbindung mit Diskussionsrunden und kulturellen Aktionen, dargeboten in einem thematisch angenäherten künstlerischen Umfeld, werden dem Publikum auch über das Medium Film hinaus Beiträge zum Thema geboten. Das Programm wird von einem Programmkomitee zusammengestellt. Dabei wird geachtet auf Ausgewogenheit zwischen:

  • schwulen, lesbischen und transgenderen Beiträgen,
  • Spielfilmen und Dokumentationen,
  • deutschsprachigen und internationalen Beiträgen.

Außerdem wird ein Kurzfilmprogramm sowie nach Möglichkeit ein retrospektiver Beitrag vorgesehen.