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queerfilm festival Bremen
das schwul-lesbisch-trans* Filmfestival in Bremen

Film-Übersicht

Di.

 

Mi.

 

Do.

 

Fr.

 

Sa.

 

So.

 

Di.

09.10.2018

19:00 Uhr Der lange Kurzfilm-Eröffnungsabend
   

Mi.

10.10.2018

18:00 Uhr Sidney & Friends
20:30 Uhr Touch Me Not
   

Do.

11.10.2018

18:00 Uhr Die Ehe der Herren Schultze – mit Gästen –
20:30 Uhr Bixa Travesty
   

Fr.

12.10.2018

18:00 Uhr #Dİrenayol – mit Gästen –
20:30 Uhr Alaska Is A Drag
22:30 Uhr Venus
   

Sa.

13.10.2018

18:00 Uhr A Womb Of Their Own
20:30 Uhr L’ANIMALE
22:30 Uhr Tinta Bruta
   

 So.

14.10.2018

15:00 Uhr Jubiläumsspecial mit Dykes , Camera, Action! – mit Gast –
18:00 Uhr They
20:30 Uhr Rafiki
   
 

Weiteres

 In Kooperation mit der Schwankhalle

11. + 12.10. ab 16:00 Uhr &
13. + 14.10. ab 12:00 Uhr
    

How to Greet Like a Jamai can: Step 1

18. + 19.10. ab 18:00 Uhr &
20. + 21.10. ab 12:00 Uhr

Walking: Holding

Der lange Kurzfilm- Eröffnungsabend

filmstrip kurzfilme1

Dienstag, 19:00

Gesamtlänge der Filme ca. 115 Min.
alle Filme in Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Zum Auftakt des Festivalprogramms erwartet uns mit SISAK ein großes Schweigen, das beredter ist als tausend Worte. Die Geschichte einer wahren Freundschaft erzählt PRINCESS – auch wenn es anfangs gar nicht danach aussieht.
Einen sehr persönlichen Blick auf die Situation geflüchteter queerer Menschen wirft THE WORLD IS ROUND SO THAT NOBODY CAN HIDE IN THE CORNERS – PART I: REFUGE. Die erste Liebe ist immer etwas Besonderes – der Animationsfilm I LIKE GIRLS erzählt davon. Am Ende des Lebens steht MARGUERITE, doch die große unerfüllte Liebe aus Jugendtagen bleibt unvergessen. Mit REBELLIOUS ESSENCE folgt eine Handreichung für den Umgang mit Behördenwillkür – nicht nur für genderqueere Katzen! In THE SWIMMING CLUB lernen wir einen Trans*-Schwimmverein und seine empowernde Bedeutung kennen. Nach Ägypten führt uns HALF A LIFE, der zeigt, wie persönliche Betroffenheit zum Handeln bewegt. Schillernd, bunt und DRESSED FOR PLEASURE beenden wir den Filmabend, wobei ein bourgeoises Elternhaus zum Tempel der Wonne wird.

filmstrip kurzfilme2

filmstrip kurzfilme3

SIDNEY & FRIENDS

filmstrip sidney and friends

Mittwoch, 18:00

Kenia/Schottland | 2018 | Regie: Tristan Aitchison | 75 Min.
Englisch mit deutschen Untertiteln


Als Sidneys Familie versucht ihn umzubringen, flieht Sidney nach Nairobi, wo er verschiedene Trans*-Menschen und Trans*-Aktivist*innen kennenlernt. Aus der Sicht von Sidney und seinen Freund*innen werden die Lebensgeschichten und die Perspektiven von verschieden Trans*- und Inter*-Menschen in Kenia beleuchtet. Dabei zeigt der Film schonungslos die Situation der Protagonist*innen am Rand der kenianischen Gesellschaft, lässt aber gleichzeitig Raum für ihre Träume und Wünsche.

Der schottische Filmemacher Tristan Aitchison ging 2013 nach Kenia, um seine Schwester zu besuchen. Dabei traf er Guillit, einen kenianischen Trans*-Aktivisten, der den Kontakt zu Menschen der kenianischen Trans*- und Inter*- Community vermittelte, die ihre  Erfahrungen, Hoffnungen und Geschichten mit der Welt teilen wollten. Der Schwarz-Weiß-Film, der über mehrere Jahre entstanden ist, wird von Tristan Aitchison selbst als „guerilla and zero-budget“-Film bezeichnet, der sehr sensibel und ruhig mit seinem Thema umgeht und dabei auf Sensationslust verzichtet.


Triggerwarnung:
Es kommt im Film zwar nicht zur Darstellung von Gewalt, jedoch wird Gewalt sehr genau geschildert.

 

Source-Info:
Tristan Aitchison
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Touch me not

filmstrip touch me not

Mittwoch, 20:30

Rumänien/Deutschland/Tschechien/Bulgarien/Frankreich | 2018 |
Regie: Adina Pintilie mit Laura Benson, Tómas Lemarquis | 125 Min.
Englisch und Deutsch mit deutschen Untertiteln

 

Welche Vorstellungen von Intimität prägen unser Zusammensein? Welche Rolle spielt körperliche Nähe dabei?
TOUCH ME NOT hinterfragt bestehende und öffnet neue Perspektiven, indem drei Personen in ihrer Auseinandersetzung mit der eigenen Sexualität und Vorstellungen von Nähe und Intimität begleitet werden. Die Protagonist*innen reflektieren sich zum einen in Interviewsituationen, zum anderen werden sie unter anderem zu Körpertherapeut*innen, Workshops zu Körperwahrnehmung,  Callboys und BDSM-Swingerclubs begleitet. Hierbei steht die gemeinsame Sehnsucht nach körperlicher Nähe und die Unfähigkeit dazu im Fokus. Fiktion und Realität verweben sich durchgehend, was insbesondere in den dokumentarischen Szenen des Films zu einer berührenden Offenheit führt.

 

Source-Info:
Alamode Films
Robert Schweizer
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DIE EHE DER HERREN SCHULTZE

filmstrip ehe schulze

Donnerstag, 18:00

Deutschland | 2018 | Regie: Moritz Leick | 47 Min.
Deutsch mit englischen Untertiteln
– mit Gästen –

 

Kurt und Toon sind glücklich und zufrieden; sie gehen ihren Hobbys nach, pflegen Freundschaften und genießen ihr Leben. Dennoch lastet ein Schatten auf ihnen; denn Kurt war in seiner Jugend wegen homosexueller Handlungen im Gefängnis. Der Dokumentarfilm begleitet Kurt und Toon in ihrem Alltag und bei ihrem Bemühen, Einsicht in die Polizeiakten zu erhalten, um endgültig mit der Vergangenheit abschließen zu können.

Der Film entstand anlässlich des 2017 im Deutschen Bundestag  verabschiedeten Gesetzes zur Aufhebung der zwischen 1945 und 1969 gefällten Strafurteile wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen zwischen Erwachsenen und ist das liebevolle Porträt eines Paares, das einerseits einzigartig ist, andererseits aber auch stellvertretend für eine ganze Generation steht.

Kurt und Toon sowie der Regisseur Moritz Leick werden bei der Vorstellung anwesend sein und freuen sich auf eine angeregte Diskussion mit dem Publikum! 
Ebenfalls erwarten wir Marcus Velke von der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren e. V. (BISS).

 

Source-Info:
Moritz Leick
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BIXA TRAVESTY

filmstrip bixa travesty

Donnerstag, 20:30

Brasilien | 2018 | Regie: Claudia Priscilla, Kiko Goifman
mit Linn da Quebrada, Jup do Bairro | 75 Min.
Portugiesisch mit deutschen Untertiteln


Als Schwarze Transfrau aus der Peripherie São Paulos erhebt Linn da Quebrada ihre Stimme für die Queers of Colour aus den Favelas. Bei ihren fulminanten Konzerten mit exorbitanten Kostümen, viel Nacktheit und Twerking unternimmt sie eine sprachgewaltige elektro-musikalische Attacke gegen die weiße heteronormative Geschlechterordnung Brasiliens und den Machismo der dortigen Musikszene. Ihre zärtliche Seite zeigt sich in privaten Szenen – beim Duschen mit Freund*innen oder beim Kochen mit ihrer Mutter spricht sie über Liebe, Rassismus und Armut.

Sich im Angesicht von Rassismus und Transfeindlichkeit selbst zu lieben ist für sie ein radikaler Akt. Linn will keine Cis-Frau sein, sondern bezeichnet sich als „Bixa Travesty“ (deutsch etwa „Transen-Schwuchtel“), deren Genderidentität nicht an Genitalien gebunden, sondern im stetigen Wandel begriffen ist.

 

Source-Info:

FiGa Films
Lidia Damatto Moreira
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#DİRENAYOL

filmstrip direnayol

Freitag, 18:00

 Türkei/Deutschland | 2016 | Regie: Rüzgâr Buşki
mit Şevval Kılıç, Elif Keskinkılıç, Yeşim Başaran | 60 Min.
Türkisch mit deutschen Untertiteln
– mit Gästen –

 

Im Sommer 2013 trifft sich Rüzgâr Buşki in Istanbul mit einer Gruppe von Freund*innen, um einen Film über seine enge Freundin, die türkische Trans*- und Sexarbeits-Aktivistin Şevval Kılıç, zu drehen, doch der Aufstand im Gezi-Park ändert den Verlauf  des geplanten Projekts. Während des Aufstandes wird der queere Block zum Zentrum eines neuen politischen und affektiven Widerstandsbündnisses. Der Film dokumentiert diesen Kampf und ist eine Hymne auf politische und sexuelle Freiheit.

Übermütig und verschmitzt zeigt uns #DİRENAYOL einen magischen Moment im Leben tausender Menschen und gibt uns ein besseres Gespür für den Beitrag der LGBTIQ*-Community zur Menschenrechtsbewegung in der Türkei, der auch heute nicht vergessen  werden sollte.

Der Regisseur Rüzgâr Buşki, die Aktivistin Şevval Kılıç und weitere Gäste (angefragt) werden anwesend sein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion.

 

Source-Info:
Kanka Productions
Ayşe Tunca
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Alaska is a Drag

filmstrip alaska is a drag

Freitag, 20:30 

USA | 2017 | Regie: Shaz Bennett
mit Martin L. Washington Jr., Maya Washington | 84 Min.
Englisch mit mit deutschen Untertiteln

 

Leo und Tristen sind Zwillinge und unzertrennlich. Ihre Mutter ist nach L.A. gezogen, und der einzige Kontakt mit ihr erfolgt über die alljährlichen Postkarten. Der Vater predigt ohne Gemeinde und kommt des Öfteren betrunken nach Hause. Um die Familie zu ernähren und Tristen und sich selbst die Reise zu ihrer Mutter zu ermöglichen, arbeitet Leo in der nahen Fischfabrik. Der Monotonie dieser Arbeit entkommt Leo, indem er sich das Leben als Drag Performance vorstellt, in dem es nur ihn und Tristen gibt. Als per Zufall Leos Talent für das Boxen entdeckt wird, rückt die Möglichkeit der Reise nach Kalifornien in greifbare Nähe. Dabei kommt lang Verborgenes ans Licht.

In ruhigen Bildern und einer wunderschönen Kulisse erzählt der Film von dem Kampf zweier ungleich gleicher Geschwister und ihren Versuchen, sich gegenüber Widrigkeiten zu behaupten.

Source-Info:
Shaz Bennett
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www.alaskaisadrag.com

VENUS

filmstrip venus

Freitag, 22:30

Kanada | 2017 | Regie: Eisha Marjara
mit Debargo Sanyal, Jamie Mayes | 95 Min.
Englisch mit deutschen Untertiteln


Bei Sid ist gerade einiges los: Eine Beziehung, zu der sich ihr Partner nicht vollends bekennen will und die daher keine sein darf, endlose Diskussionen mit ihren indischen Eltern, die sich erst an Sids vermeintlich „neues“ Geschlecht gewöhnen müssen,  ebenso wie die Kolleg*innen im Büro, die mit Sids neuer Kleidung und neuem Pronomen hadern. Trotz dieser Schwierigkeiten gelingt Sid der Alltag gut.
Doch dann taucht plötzlich ein Teenager auf und beansprucht charmant aber hartnäckig Platz in Sids  Leben und stellt es damit völlig auf den Kopf. Die Suche nach dem biologischen Vater hat Ralph zu Sid geführt, die ihrerseits nicht wusste, dass es Ralph gibt. Durch das Wissen um Ralphs Existenz sieht Sid sich mit neuen Fragen und einer neuen Rolle  konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet war.

VENUS ist eine herzerwärmende Komödie über Familie, Beziehungen und die Schwierigkeit, ehrlich mit sich und den Menschen zu sein, die man liebt.


Source-Info:

Pro-Fun Filmverleih
Christos Acrivulis
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A WOMB OF THEIR OWN

filmstrip a womb of their own

Samstag, 18:00

USA | 2017 | Regie: Cyn Lubow | 85 Min.
Englisch mit deutschen Untertiteln

Welchen Umgang finden Personen, die sich nicht einfach als männlich* oder weiblich* identifizieren, in einer Gesellschaft, die nur diese zwei Identitäten anbietet? Wie erfahren Personen, die nicht dieser Binarität entsprechen, Schwangerschaft?

A WOMB OF THEIR OWN präsentiert verschiedene männliche* Personen und ihre Erfahrungen mit der eigenen Schwangerschaft auf eine bedachte und zugleich witzige Art. Die Interviewten lassen die Zuschauenden an ihren eigenen Vorstellungen von Gender,  Familie, Schwangerschaft und Elternschaft als nicht binäre, männliche* Person teilhaben. Eine sehr sensibel erzählte Dokumentation über ein nach wie vor – auch in der LGBTIQ*-Community – häufig unsichtbares und somit besonders wichtiges Thema.

Source-Info:
Cyn Lubow
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www.SeriousPlayFilms.com

L’ANIMALE

filmstrip L Animale

Samstag 20:30

Österreich | 2018 | Regie: Katharina Mückstein
mit Sophie Stockinger, Julia Franz Richter | 100 Min.
Deutsch mit englischen Untertiteln

Mati steht kurz vor der Matura-Prüfung und möchte danach dem langweiligen Provinzleben entfliehen, um nach Wien zu gehen und dort Veterinärmedizin zu studieren. Doch vorerst verbringt Mati die wenige Freizeit mit einer Mopedclique beim  Motocross-Fahren im örtlichen Steinbruch und schikaniert die anderen Jugendlichen im Dorf. Dabei lernen sich Mati und Carla kennen. Als sich die beiden später zufällig wiedersehen, freunden sie sich an und verbringen Zeit miteinander. Die sich daraus entwickelnde Beziehung gefährdet Matis Stellung innerhalb der Clique.

Während Mati mit dem Erwachsenwerden zu tun hat, müssen die Eltern sich entscheiden, was mehr zählt: Der Schein einer perfekten Ehe oder sich selbst einzugestehen, nicht dem gesellschaftlichen Normalzustand zu entsprechen?

Der zweite Film von Katharina Mückstein besticht mit klaren, eindeutigen Bildern, die anschaulich die Reifeprozesse aller Protagonist*innen darstellen.

Source-Info:
Austrian Film Commission
Anne Laurent
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TINTA BRUTA

filmstrip Tinta Bruta Hard Paint

Samstag, 22:30

Brasilien | 2018 | Regie: Marcio Reolon, Filipe Matzembacher
mit Shico Menegat, Bruno Fernandes, Guega Peixoto | 118 Min.
Portugiesisch mit deutschen Untertiteln

Pedro arbeitet in Chatrooms. Mit Farbe auf nackter Haut beginnt Pedro unter dem Pseudonym „Neon Boy“ im Dunklen zu leuchten, folgt den Anweisungen der User und trifft sich dann gegen Geld mit Einzelnen im privaten Chat. Als Pedro bemerkt, dass jemand die Show imitiert, beginnen sich Dinge zu verändern. Pedro trifft sich mit der unbekannten Person, ohne zu ahnen, welche weitreichenden Folgen das haben wird.

Bildgewaltig und dennoch höchst sensibel zeichnet das Regie-Duo Marcio Reolon  und Filipe Matzembacher das Porträt einer jungen Generation auf der Suche nach Liebe, Nähe und Zugehörigkeit. Elegant in die Handlung eingewobene Bilder der virtuellen Welt erzeugen eine Faszination, die den Film zu einem besonderen Erlebnis  werden lassen.
Gewinner des diesjährigen Teddy Awards als bester queerer Spielfilm.


Source-Info:
Pro-Fun Filmverleih
Christos Acrivulis
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DYKES, CAMERA , ACTION !

filmstrip dykes camer action

JUBILÄUMSSPECIAL
Sonntag, 15:00

USA | 2018 | Regie: Caroline Berler | 58 Min.
Englisch mit deutschen Untertiteln
– mit Gast –

 

Das 25-Jahre queerfilm Festival Jubiläumsspecial am Sonntagnachmittag – in einem festlichen Rahmen wollen wir das Jubiläum begießen. Mit einen gemeinsamen Rückblick auf Film- und Festivalgeschichte von und mit Christine Rüffert – und einer  Überraschung!

Der Film: „Als ich in den späten 90ern in Texas aufwuchs, kannte ich keine offen homosexuellen Personen in meiner Gemeinde, also habe ich mich im Kino nach Vorbildern umgesehen.“ Ganz so wie es Caroline Berler, der Regisseurin von DYKES, CAMERA, ACTION! damals ging, ist die Situation heutzutage zum Glück nicht mehr; homosexuelle Sichtbarkeit nimmt immer mehr zu.

Wie sie sich mit Filmen identifizieren, ihre Identität in Filmen ausgedrückt und das Genre beeinflusst haben, erfahren wir in dieser Dokumentation von verschiedenen Filmemacherinnen, Kritikerinnen und vielen anderen Frauen*. In diesem Kontext wird betont, welche Rolle Medien bei der Darstellung von Sexualität und Geschlecht spielen, und unterstrichen,  welche Macht Filme haben, um unsere Wahrnehmung voneinander zu beeinflussen. Freut euch auf eine Reise durch die letzten Jahrzehnte lesbischer Filmgeschichte von den experimentellen Filmen der 1970er Jahre bis heute.



Source-Info:
The Film Collaborative
Jeffrey Fabian Winter
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THEY

filmstrip they

Sonntag, 18:00

USA/Katar | 2017 | Regie: Anahita Ghazvinizadeh
mit Rhys Fehrenbacher, Koohyar Hosseini, Nicole Coffineau | 80 Min.
Englisch mit deutschen Untertiteln


Noch blockieren Hormone das Eintreten der Pubertät und verhindern das Verändern des eigenen Körpers hin zu einem Geschlecht, das J nicht unbedingt möchte. Doch aus medizinischen Gründen muss sich J entscheiden: für oder gegen die  hormonelle Transition.

Im Elternhaus in einem Vorort Chicagos bekommt J Unterstützung von Jʼs erwachsenem Geschwister und dessen Partner*in aus dem Iran. Auch die beiden stehen vor großen Entscheidungen: Umziehen oder bleiben? Welcher Job ist gut? USA oder Iran?

Die Geschlechterrollen der beiden und Jʼs Kindheit subtil reflektierend, wird in ruhigen Bildern Jʼs Entscheidungsprozess festgehalten, denn J kann nicht für immer Kind bleiben. Ein Film über das Erwachsenwerden, über Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, über Grenzen der Geschlechter, der Sprachen und Länder sowie über deren Verschwimmen, Aufbrechen und Zusammenkommen. Ein Film, in dem wenig geschieht und doch viel passiert.



Source-Info:
Luxbox Films
Valentin Carré
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RAFIKI

filmstrip rafiki

Sonntag, 20:30

Kenia | 2018 | Regie: Wanuri Kahiu
mit Samantha Mugatsia, Sheila Munyiva | 82 Min.
Englisch und Swahili mit deutschen Untertiteln


„Good Kenyan girls become good Kenyan wives“ – dieser Satz des fanatisch-homofeindlichen Predigers der örtlichen Kirche zeichnet den Lebensweg, der eigentlich für Kena und Ziki, Kinder zweier rivalisierender Lokalpolitiker* innen, von Gesellschaft und Familie vorbestimmt ist. Doch Kena und Ziki verlieben sich ineinander. Ihre Liebe wächst im Geheimen, sie inspirieren sich gegenseitig und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Aber Verrat und Gewalt zwingen sie, sich zwischen Glücklichsein  und Sicherheit zu entscheiden.

Mit viel Farbe, unerwartet, einfühlsam und gleichzeitig politisch holt der Film dabei die Vorstellung von vermeintlich „dem afrikanischen Film“ aus der europäischen Erwartungsschublade. Rafiki bedeutet in Swahili „Freund*in“ und bezeichnet in Kenia auch eine gleichgeschlechtliche Beziehung. Der Film, der unter großen Risiken für alle Beteiligten entstand, wurde in seinem Entstehungsland sofort verboten, denn Homosexualität ist dort strafbar und wird mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet.



Source-Info:
Edition Salzgeber
Jürgen Pohl
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Kooperation mit der Schwankhalle

Logo Schwankhalle s w pos

How to Greet L ike a Jamaican: Step 1
Performance mit Zwoisy Mears-Clarke

Schwankhalle1

Do 11. + Fr 12.10.2018 | ab 16:00
Sa 13. + So 14.10.2018 | ab 12:00

How to Greet Like a Jamaican: Step 1 ist der Versuch, Fremde als Familie zu behandeln. Dank der Migration von Jamaika über die USA nach Deutschland versteht sich Zwoisy Mears-Clarke als Choreograf* der Begegnungen und fragt: Was verhindert, dass wir uns so begegnen können, wie wir sind? Inspiriert vom sozialen Miteinander in Jamaika lädt Zwoisy dazu ein, eine Kindheitserinnerung zu teilen. Die 1:1-Performance im Dunkeln erkundet, wie mit Hilfe des Körpers eine Beziehung hergestellt,  definiert und gefestigt werden kann. Das Gefühl von Geborgenheit ist garantiert! Zwoisy ist sehr darauf bedacht, dass sich jede*r wohlfühlt. Durch vorsichtige Berührungen wird mensch durch die Performance geführt.
In deutscher oder englischer Sprache

Dauer 15 Minuten, Eintritt 5 Euro
Um Anmeldung wird gebeten.
Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.
Karten erhalten Sie vor Ort.


Walking: Holding
Performativer Stadtspaziergang mit Rosana Cade

(mit freundlicher Unterstützung von thealit Bremen)

Schwankhalle2

Do 18. + Fr 19.10.2018 | ab 18:00
Sa 20. + So 21.10.2018 | ab 12:00

Was kann entstehen, wenn sich zwei Fremde in der Öffentlichkeit nahekommen? Und wie sieht die Stadt aus der Perspektive anderer aus? Walking: Holding ist ein feinsinniger, experimenteller Streifzug durch deine Stadt – Hand in Hand mit Unbekannten.
Mach dich bereit für ungewohnte Perspektiven, unerwartete Begegnungen und ungeahnte Gefühle in dieser 1:1-Performance! Es geht um Identität, Berührung und Intimität.

Dauer 30-40 Minuten
Um Anmeldung wird gebeten.
Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekanntgegeben.
Karten erhalten Sie vor Ort.
Solidarisches Preissystem 14/10/7 Euro,
3 Euro Bremen Pass

 

Anmeldung und Informationen unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (0421) 520 80 70.