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queerfilm festival Bremen

Das Programm im Dezember 2012

Der queerfilm des Monats im Programm des CITY 46:

30 Jahre Rat und Tat Zentrum Bremen

We Were HereWe Were Here

USA | 2010 | Regie: David Weissman | 90 Min. | Englisch mit deutschen Untertiteln

Vor genau 30 Jahren wurden die ersten Aids-Erkrankungen publik. San Francisco, »Hauptstadt« der Schwulen und Lesben, der sexuellen Freiheit und gesellschaftlichen Experimente, rückte in den Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit. Aids galt als Schwulenseuche, HIV-Infizierte wurden häufig als Opfer eines unmoralischen Lebenswandels stigmatisiert. 15 000 Einwohner starben, und das mangelhafte Gesundheitswesen setzte der Gay Community zu. Doch die Community reagierte auf eine einzigartige Weise: Engagierte Schwule und Lesben kümmerten sich um die Tausende Erkrankte.

Im Mittelpunkt des Films stehen fünf Männer und Frauen, die den Ausbruch von Aids in San Francisco hautnah miterleben: als lesbische Krankenschwester oder politischer Aktivist, als Erkrankter und Überlebender. Es sind komische, persönliche und bewegende Erinnerungen, die Regisseur David Weissman einfängt. Sie zeigen, wie eine schlimme Katastrophe größte Mitmenschlichkeit hervorrufen kann. Nicht zuletzt war die damals massive gesellschaftliche Ächtung auch Keimzelle einer weltweiten Gay-Rights-Bewegung. »This is our history, regardless of one’s orientation or beliefs and irrespective of whether or not you or I were here.« (Michael Fox, Journalist, KQED)

Termine: Do. 29.11 und Sa. 1.12. um 20.30 Uhr sowie Fr. 30.11. und Mi. 5.12.  um 18.00 Uhr

 

Der Monatsfilm im Dezemer 2012:

Kawa

Neuseeland | 2011 | Regie: Katie Wolfe | 77 Min. | Englisch und Maori mit deutschen Untertiteln

Nach einem Buch von Witi Ihimaera („Whale Rider“): Eine ungewöhnliche Coming-Out-Geschichte in einem stimmigen Setting.

Auckland, neuseeländischer Mittelstand, glückliche Familie, schönes Haus. Kawa (Calvin Tuteao) ist ein stolzer Ehemann und Vater, erfolgreich im Beruf, ein Mann, der alles hat. Bald soll er, ganz dem kulturellen Erbe einer Maori-Familie verpflichtet, die Führung der (Groß-)Familie übertragen bekommen. Doch so einfach ist das alles natürlich nicht, denn: Kawa hat auch ein Geheimnis, er sucht gerne Badehäuser auf, und das nicht zum Schwitzen, nein: er steht auf Männer. Er hat auch einen Geliebten, einen smarten jungen Schauspieler (Dean O'Gorman). Natürlich läßt sich das Geheimnis nicht verbergen, denn eines Abends werden die beiden von Kawas Mutter beobachtet, wie sie sich küssen. Die Konsequenz: Kawa soll aus seiner Familie verstoßen werden. Doch gibt es wirklich nur diesen einen Weg? Kann es keine Versöhnung zwischen Althergebrachtem und Moderne geben? Die Familie ist gezwungen, wieder zusammenzufinden und mit sich ins Reine zu kommen. Aber wie wird das allen Beteiligten gelingen? Vor der überwältigenden Küstenkulisse der neuseeländischen Nordinsel entfaltet sich ein beeindruckendes und sinnliches Drama.

Termine: Fr. 7.12 um 20:30 Uhr // Sa. 8.12. um 18.00 Uhr // Di. 11.12. um 18:00 Uhr // Mi. 12.12.  um 20.30 Uhr

 

Nachlese 19. Queerfilm Festival - Der Publikumspreis 2012

Das 19. queerfilm festival Bremen ist zu Ende gegangen. Unter hoher Beteiligung hat das Publikum wieder den besten Film des Festivals gekürt. Und gewonnen hat:

Call Me Kuchu Dokumentation von Malika Zouhali-Worrall und Katherine Fairfax Wright, USA 2012

Die Dokumentation schildert auf eindrückliche Weise die Situation von Schwulen und Lesben in Uganda. 

 

Auf die folgenden Plätze wurde vom Publikum gewählt:

Platz 2: Facing Mirrors Spielfilm von Negar Azarbayjani, Iran 2011

Platz 3: Orchids: My Intersex Adventure Dokumentation von Phoebe Hart, Australien 2010

 

 19. queerfilm festival

Copyright © 2013 queerfilm festival Bremen. Alle Rechte vorbehalten.

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